Mode.

Macht.

Menschen.

MODE. MACHT. MENSCHEN. ist eine dokumentarisch erzählte Webserie über die Textil- und Bekleidungsindustrie in Kambodscha.

In sechs Episoden besuchen wir Menschen in unterschiedlichen Positionen der Branche und bekommen einen sehr privaten und authentischen Einblick. Was bedeutet „Mode machen“ für Kambodschas Einwohner*innen und welche inneren und äußeren Faktoren haben darauf Einfluss?

Inspiriert durch respektvolle Begegnungen mit den Locals, will MODE. MACHT. MENSCHEN. kein erdrückender Dokumentarfilm mit erhobenem Zeigefinger über Elend und Armut sein. Er ist eine Momentaufnahme einer Industrie, die für fast ein Fünftel der ca. 16 Millionen Kambodschaner Lebensgrundlage und Alltagsrealität bedeutet.

Synopsis

Kambodscha | Das klingt nach Abenteuer, nach Erholung und nach Instagram-Fotos zwischen Palmen und Tempeln.

Kambodscha ist aber auch da, wo die 10€-Jeans, die 20€-Schuhe und das 5€-T-Shirts herkommen – hergestellt von Menschen, die teilweise unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und sich am Ende des Tages das Nötigste leisten können: ein Dach über dem Kopf, eine warme Mahlzeit und wenn es gut läuft, einen Schulbesuch.

Ist das fair?

Unsere Hosts, Journalistin Helen und Blogger Willy versuchen auf ihrer Erkundungsreise herauszufinden, wie die kambodschanische Bekleidungsproduktion den Alltag von fast 3 Millionen Menschen prägt.

Dabei treffen die beiden Influencer auf unterschiedlichste Menschen innerhalb der Produktionskette. Und sie alle haben ihre eigene Perspektive auf das Land, die Kultur und eine Industrie, die ca. 70% des gesamten Exportvolumens Kambodschas ausmacht.

Ob Fabrikbesitzer oder Näherin: Helen und Willy reflektieren deren Eindrücke, Erwartungen, Gefühle und Gedanken. So schaffen es die beiden, sich auf ihre Art zu erklären, wie der kambodschanische Bekleidungssektor, globale Marken und Regierungen miteinander verwoben sind.

Team

Helen Fares ist Musikjournalistin, Moderatorin und studierte Psychologin mit Schwerpunkt Wirtschaft. Von 2014 bis 2018 hat sie das Openair Frauenfeld moderiert und ist seit 2014 als Musikjournalistin tätig. Seit 2016 produziert, schreibt und moderiert die 25-jährige den Podcast „Deine Homegirls“ zusammen mit Josi Miller. 2017 war Helen Moderatorin der Arte-Dokumentation „Homo Digitalis“ und ist seitdem als Autorin für dokumentarische Formate in den Bereichen Hiphop, Kultur und Psychologie tätig. Der Hauptfokus ihrer Arbeit liegt auf gesellschaftspolitischer Aufklärung auf Instagram. 

Willy Iffland ist Influencer und Blogger. Der 30-jährige lebt in Leipzig und ist schon immer auf den neuesten Plattformen unterwegs. Dabei ist er vor allem eins: Authentisch. 

Willy ist Botschafter für internationale Marken und bringt seine Erfahrung aus über zehn Jahren Social Media und Blogs in seine Arbeit ein. Nebenbei ist er leidenschaftlicher Sneaker-Sammler, liebt Tattoos und hat ein großes Faible für ausgefallene Kleidungsstücke und schnelle Autos.

Patrick Kohl ist Regisseur und Filmemacher. Seine Reise zu Mode. Macht. Menschen. führte den 33-jährigen in den letzten fünf Jahren durch ganz Europa und auf vier Kontinente, um dort diverse (Sub-) Kulturen kennenzulernen und Menschen filmisch zu begleiten. Der Wahlberliner arbeitet seit über 10 Jahren im Business und erzählt am liebsten echte, ehrliche Geschichten – mit Empathie und Herz.

Seine Themen sind dabei so divers wie seine Reiseziele. Von „Was bedeutet Heimat?“, über den Impact der digitalen Transformation bis zu den Folgen unseres Konsums, hat sich Patrick diversen gesellschaftlichen Großthemen gewidmet.

Purpose

Deutschland | Viele sogenannte ‚Fashion Victims‘ – meist junge Menschen, die mit wenig Geld immer auf der Suche nach den neuesten Trends und Styles sind – bevölkern die Einkaufsstraßen dieses Landes. Leider kein Trend mehr, sondern Wandel. In letzten 15 Jahren haben sich die Pro-Kopf-Ausgaben und die Anzahl neuer Kleidungsstücke in deutschen Kleiderschränken laut Greenpeace massiv erhöht. Circa sechzig neue Teile landen in Deutschland im Durchschnitt pro Jahr in der Einkaufstüte.

Warum ist das so?

Die Lebenszyklen und zeitlichen Abstände neuer Kollektionen werden immer kürzer. Waren es früher noch vier Kollektionen pro Jahr, sind es heute häufig über zwanzig.

Der Begriff „Fast Fashion“ steht für die Geisteshaltung vieler bekannter Marken in der Bekleidungsindustrie, immer schneller und mehr zu produzieren.

Folgen?

Fashion- und Modeblogger*innen, sowie Influencer*innen zeigen eine scheinbar erstrebenswerte Konsumwelt ohne Folgen.

Doch Auswirkungen gibt es. Für lokale Märkte. Für die Umwelt. Für die Menschen.

35 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet die Branche im Jahr alleine in Deutschland. Spitzenwert in Europa. Oft mit Gewinnmaximierung als einzigem Ziel.

Wer ist eigentlich verantwortlich?

Sind Konsum und Nachhaltigkeit vereinbar?

Welche Rolle spielen Konsument*innen, Produzent*innen und die Politik?

Eine Reise in den Mikrokosmos der Bekleidungsproduktion.

Support

Mode. Macht. Menschen. wird finanziert von der Rosa Luxemburg Stiftung Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.